Steckrübeneintopf mit Mettwurst und Wurzelgemüse
Herzhafter Steckrübeneintopf mit geräucherter Mettwurst, Möhren, Pastinaken, Petersilienwurzel und Kartoffeln. Ein wärmender Klassiker aus einem Topf, der am nächsten Tag noch besser schmeckt.
- Vorbereitung
- 25 Min
- Kochen / Backen
- 45 Min
- Gesamt
- 1 Std 10 Min
- Schwierigkeit
- Einfach
Zutaten
Für den Eintopf
Zum Abschmecken
Zutaten antippen, um sie beim Einkaufen oder Abwiegen abzuhaken.
Zubereitung
Gemüse und Wurst vorbereiten
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Schneide die Steckrübe zunächst in dicke Scheiben und schneide die Schale dann mit einem Messer großzügig ab – das geht deutlich leichter als mit dem Sparschäler. Würfle die Rübe in etwa 1,5 cm große Stücke.
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Schäle Möhren, Pastinaken, Petersilienwurzeln und Kartoffeln. Schneide Möhren, Pastinaken und Petersilienwurzeln in etwa 1 cm dicke Scheiben oder Stücke, die Kartoffeln in 1,5 cm große Würfel. Würfle die Zwiebel fein.
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Schneide die Mettwurst in etwa 1 cm dicke Scheiben.
Steckrübeneintopf kochen
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Erhitze das Butterschmalz in einem großen Topf und brate die Wurstscheiben darin bei mittlerer bis hoher Hitze 3–4 Minuten an, bis sie leicht gebräunt sind. Nimm die Wurst heraus und stelle sie zur Seite. Das Bratfett bleibt im Topf.
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Dünste die Zwiebel im Bratfett glasig. Gib Steckrübe, Möhren, Pastinaken und Petersilienwurzeln dazu und brate alles etwa 5 Minuten unter Rühren an, damit das Gemüse etwas Farbe bekommt.
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Gieße die Gemüsebrühe an und gib Kartoffeln, Lorbeerblätter, Majoran und Kümmel dazu. Lass alles aufkochen und dann zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 25–30 Minuten köcheln, bis die Steckrübe weich ist.
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Gib die Mettwurst zurück in den Topf und lass sie ohne Deckel noch etwa 10 Minuten mitziehen.
Abschmecken
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Nimm die Lorbeerblätter heraus. Für einen sämigeren Steckrübeneintopf drückst du mit dem Kartoffelstampfer ein paar Mal grob durch den Topf, sodass ein Teil der Kartoffeln und Rüben zerfällt.
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Schmecke mit Salz, Pfeffer, Muskat und einem Spritzer Apfelessig ab. Hacke die Petersilie und streue sie vor dem Servieren über den Eintopf.
Das brauchst du
- Großer Topf (mind. 5 l)
- Kochmesser
- Sparschäler
- Kartoffelstampfer
Mehr zum Rezept
Steckrübeneintopf mit Mettwurst: Soulfood für kalte Tage
Wenn es draußen nass und grau wird, steht bei mir ziemlich zuverlässig ein großer Topf Steckrübeneintopf auf dem Herd. Dieses Steckrübeneintopf Rezept ist für mich der Inbegriff norddeutscher Hausmannskost: Die Steckrübe bringt eine milde Süße mit, Möhren, Pastinaken und Petersilienwurzeln sorgen für Tiefe, ein paar Kartoffeln für Sämigkeit – und die geräucherte Mettwurst gibt dem Ganzen dieses rauchig-deftige Aroma, für das ich den Eintopf so liebe.
Das Beste: Du brauchst nur einen Topf, etwas Schnippelgeduld und gut eine Stunde Zeit. Den Rest erledigt der Herd.
Die Steckrübe: vom Notessen zum Comeback-Gemüse
Die Steckrübe hatte es lange nicht leicht. Im sogenannten Steckrübenwinter 1916/17 fiel die Kartoffelernte so schlecht aus, dass die Rübe für viele Menschen zum wichtigsten Grundnahrungsmittel wurde – und danach hatten ganze Generationen erst mal genug von ihr. Selbst der schmeichelhafte Spitzname „Ostpreußische Ananas“ half da wenig.
Zu Unrecht, finde ich. Die gelbfleischige Kohlrübe – je nach Region auch Wruke oder Butterrübe genannt – schmeckt mild, leicht süßlich und nimmt Aromen wunderbar auf. Saison hat sie etwa von September bis März, also genau dann, wenn ein wärmender Steckrüben-Eintopf am meisten Sinn ergibt.
Welche Wurzeln gehören in den Steckrübeneintopf?
Neben der Steckrübe setze ich auf einen bunten Mix aus Wurzelgemüse. Möhren bringen Farbe und Süße, Pastinaken ein leicht nussiges Aroma, und die Petersilienwurzel sorgt für eine würzige, fast kräuterige Note. Die beiden Letzteren sehen sich zum Verwechseln ähnlich – wie du sie auseinanderhältst, erklärt Öko-Test sehr anschaulich. Bekommst du nur eine der beiden Sorten, ist das kein Drama: Nimm einfach etwas mehr davon.
Die Kartoffeln nehme ich bewusst mehligkochend. Sie zerfallen beim Köcheln zum Teil und binden den Eintopf ganz natürlich – ganz ohne Mehl oder Sahne.
Die richtige Wurst für dein Steckrübeneintopf Rezept
Für mich gehört in einen Steckrübeneintopf mit Mettwurst eine gut geräucherte Wurst, also Mettenden oder Rauchenden. Ich brate die Scheiben vorher kurz an: So bekommt die Wurst Röstaromen, und das ausgetretene Fett würzt direkt das Gemüse. Wer es noch deftiger mag, legt zusätzlich ein Stück Kasseler mit in den Topf.
Wenn du lieber stampfst statt löffelst: Im Norden wird die Steckrübe gern zu Mus verarbeitet. Auf dem Blog Küchenlatein findest du ein schönes Rübenmus mit Wurst aus einem alten Familienkochbuch (englischsprachig). Und falls du generell auf Wurst als Hauptdarsteller stehst, probier unbedingt meine Bolognese Salsiccia.
Steckrübeneintopf vorbereiten und aufbewahren
Ein Steckrübeneintopf ist ein dankbares Gericht zum Vorkochen: Am zweiten Tag schmeckt er fast noch besser, weil die Aromen richtig durchgezogen sind. Im Kühlschrank hält er sich gut drei Tage. Hast du noch ein Stück Rübe übrig, solltest du es kühl und dunkel aufbewahren – wie das am besten klappt, liest du im Gartenjournal.
Dazu passt ein kräftiges Bauernbrot mit Butter. Wenn du noch mehr deftige Hausmannskost suchst, ist mein Hachis Parmentier eine gute Wahl. Und wenn danach noch Platz ist, ist ein Stück Apfel-Streuselkuchen für mich der perfekte Abschluss. Noch mehr Ideen für die kalte Jahreszeit findest du in meinen Herbstrezepten.
Das passt auch
- Vegetarisch
- Überbackenes
- Überbackenes
- Überbackenes





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